How To: Richtig Messen

How To: Richtig Messen

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Deshalb sollte man gerade zu Beginn sehr gründlich vorgehen. Ein sehr wichtiger Bestandteil des Abnehmens ist: richtig messen. Schließlich will doch jeder ein paar Kilos verlieren. Dennoch Kilo ist nicht gleich Kilo. Aber mehr dazu gleich. Bevor man blind versucht Tag für Tag Gewicht zu verlieren kann es sein, dass man schnell die Motivation verliert. Aus diesem Grund müssen wir zuerst mal dokumentieren. Was wollen wir denn alles dokumentieren? Die meisten werden natürlich gleich mal meinen, es sei das Gewicht. Doch es gibt noch viel entscheidendere Parameter, die man ganz leicht messen und auswerten kann.

Problem:  Die Waage

Wenn du nur dein Gewicht – und das Tag für Tag – auswertest kann es sein, dass du ziemlich schnell deprimiert bist. Denn beim Gewicht spielen viele Faktoren eine Rolle. Wie viel habe ich in den letzten Stunden getrunken? Wie viel habe ich gegessen? Habe ich vielleicht Muskeln aufgebaut? Gerade im letzten Fall kann es sein, dass das Gewicht stagniert. Man verliert zwar Fett, baut aber im gleichen Zug Muskeln auf. Das ist auf den ersten Blick mit bloßem Auge zwar nicht zu erkennen, aber dennoch steht da dieser unerfreuliche Wert auf der Waage. Die Lösung: Richtig Messen!

Andere Methoden – Richtig messen

Um nun deutlicher erkennen zu können, ob man Fett abgebaut und Muskeln aufgebaut hat oder eben das genaue Gegenteil, gibt es andere Methoden um nachvollziehbar zu Messen.

Die erste Methode ist das Messen vom Körperumfang. Dabei misst man an verschiedenen Stellen des Körpers dessen Umfang und addiert alle Werte im Nachhinein. Um den Körperumfang zu messen kann man ein ganz normales nicht starres Maßband nehmen oder ein spezielles kaufen.

Bald gibt es hier für dich ein kleines Review. Bleib dran!

Körperumfang 

Um nun den – nennen wir ihn mal – Ganzkörperumfang zu ermitteln, misst man den Umfang an vier Stellen des Körpers. Zuerst in der Mitte beider Oberarme (Bizeps). Außerdem den Umfang an der Taille (schmalste Stelle des Rumpfes) und den Umfang der Hüfte an der breitesten Stelle. Der letzte Messpunkt ist die Mitte der Oberschenkel.

Am besten notiert man sich jeden dieser Werte in einem kleinen Notizbuch oder in einer Excel Tabelle. Dann kann man jede Woche einen neuen Datensatz hinzufügen und die einzelnen sowie den Gesamtumfang mit der vorherigen Woche vergleichen. Somit kann es sein, dass man auf der Waage 1 Kilo mehr hat aber trotzdem 3 Zentimeter Gesamtumfang weniger hat.

Messbare Ziele sind gute Ziele

Körperfettanteil

Die nächste Möglichkeit ist, den Körperfettanteil zu ermitteln und wöchentlich zu dokumentieren. Dazu gibt es einige Möglichkeiten:

  1. Mechanische Verfahren (mittels Messschieber o.ä.)
  2. Strahlen Verfahren (beispielsweise Ultraschall)
  3. Elektrische Verfahren (Körperfettwaage)
  4. Volumen Verfahren (es wird beispielsweise die Luftverdrängung in einer körpergroßen Kapsel gemessen)

Diese Messverfahren sind so ziemlich die am häufigsten benutzten Möglichkeiten um den Körperfettanteil zu ermitteln. Die genauesten sind dabei aber leider auch die teuersten (2. & 4.). Dennoch geht es uns ja hauptsächlich um den Prozess – also die wöchentliche Veränderung des Körperfettanteils. Dazu eignen sich Nummer 1 und 3 trotzdem sehr gut. Bei Nummer 1 wird an verschiedenen Stellen am Körper eine Hautfalte gemessen und die ermittelten Größen werden in eine Formel eingesetzt. Für die etwas fauleren unter uns (ich zähle mich da zu hundert Prozent mit) gibt es dann noch Methode 3.

In vielen Personenwaagen sind heutzutage Körperfett Messungen schon dabei. Geräte gibt es bereits ab 25€ und das einzige was man tun muss ist, sich drauf zu stellen und ein paar Sekunden zu warten. Wer etwas mehr Geld in die Hand nehmen will/kann, der bekommt inzwischen schon ab 45€ „smarte“ Waagen. Diese senden die erhobenen Messwerte über Bluetooth an das Smartphone und bereitet die Daten übersichtlich in Form von Graphen und Diagrammen auf.

Wie oft messen?

Wie oft du dich abwiegst und abmisst hängt ganz von dir ab. Viele messen sich einmal pro Woche um von kleinen Schwankungen nicht gleich die Motivation zu verlieren. Andere wiederum (mich eingeschlossen) bevorzugen es, sich öfter zu wiegen.

Wichtig dabei ist bloß eines: Wiege dich immer unter den selben Vorraussetzungen. Das bedeutet: immer mit derselben Waage – immer zum selben Zeitpunkt mit der selben Routine (zB. Morgens 10 Minuten nach dem aufstehen, nach dem ersten Klogang auf nüchternen Magen)

Tipp: Vergisst du mal dich zu wiegen ist das kein Problem – aber anstatt dich zum falschen Zeitpunkt zu wiegen, warte lieber bis zum nächsten Mal

Fazit

Zusammengefasst lässt sich sagen: Richtig Messen ist einfach und nicht unbedingt teuer. Außerdem, dass es wichtig ist nicht nur auf das Gewicht zu schauen. Das Gewicht trügt oft (und wenn es nur die 2 Liter Wasser vom letzten Tag sind). Wende diese wenigen Tipps an und mach Schluss mit Motivationsverlust!

Was für Hilfsmittel verwendest du um dich abzumessen? Kennst du spezielle Produkte die dich begeistert haben? Lass doch einfach eine kleine Anmerkung für die anderen Leser und für mich da 😉

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